Freitag, 26. März 2021


MORE PSEUDO 


Das Razzia-Konzert in Kiel? 

(Gegendarstellung zum Kapitel aus PSEUDO 1: „Ein Punkkonzert zur Kieler Woche“) 




Ich dachte ja viele Jahre, mein erstes Punkkonzert sei Beton Combo in einer leergeräumten Privatwohnung in der Harmsstraße gewesen. Das stellte sich später als Trugschluss heraus. Mein erstes Konzert war Razzia. Es fand nicht in der Harmsstraße statt, wie ich es jahrelang  dachte, sondern in der Straße Fleethörn zwischen Hiroshimapark und Knooper Weg in einem Hinterhaus auf dem Hinterhof. Ich war zu dem Konzertabend sturzbetrunken erschienen und weiß nicht mehr wer mich zu der Veranstaltung mitgenommen hat. Ich bin mir aber sicher, dass ich nicht alleine zu dem Konzert ging, sondern dass wir mit einem Grüppchen Teenage Punks dort aufschlugen, wahrscheinlich mit den Wiker Punks. Entweder hatte mir jemand absichtlich einen falschen Bandnamen genannt, oder die anderen Punks wussten es selbst nicht, oder waren zu besoffen, oder wurden selbst abgelinkt oder falsch informiert, was den Bandnamen betraf. Vielleicht dachte wieder jemand: „Dem Pseudo erzählen wir mal sonst was, damit er denkt er ist auf dem falschen Konzert.“ Viele Jahre des Alkoholmissbrauchs und weitere Undiszipliniertheit sowie eine ungeordnete Lebenshaltung und Scheißegalmentalität ließen mich über viele Jahre felsenfest glauben, dass mein erstes Live-Konzert der Auftritt der Westberliner Punkband Beton Combo war. Als ich später die Chance erhielt ein Bandmitglied von Beton Combo nach dem Konzert in Kiel zu fragen, sagte der Mann mir: „Kann mich nur noch dunkel erinnern.“ Daraus schloss ich wiederum, dass ich auf dem falschen Dampfer war. Deshalb entstand die Verdacht, dass Beton Combo nie in Kiel gespielt haben. Ich rätselte weiter, wie dieser Irrtum zustande kommen konnte und fragte nach all den Jahren ein paar Leute von früher in Kiel. „Sag mal, weißt du welche Band damals zur Kieler Woche in Kiel in der Harmstraße gespielt hat? Ich dachte immer, das waren Beton Combo.“ Da behauptete einer der alten Punks felsenfest, „Das muss hundertpro Hass gewesen sein.“ Ein anderer Punk behauptete, „Das waren Blut + Eisen aus Hannover!“ Es herrschte stärkste Verwirrung unter den Ex-Punks und den ehemaligen Nachwuchspunks, die inzwischen ihrerseits zu Altpunks herangealtert oder vollkommen aus der Punkszene ausgestiegen waren. Einige der alten Punks waren bereits tot und konnten kein besseres Zeugnis mehr ablegen. Schließlich bestätigte mir Goldie neulich, als ich ihn am Falkensteiner Strand an der Gastronomie traf, mit dem ich damals united im Damper Club Hausverbot erhielt, dass es nicht Beton Combo war. Ich schilderte dem Kieler Altpunk die näheren Umstände des Abends, Details wie die Tatsache, dass von den Nachwuchspunks fairerweise 2 D-Mark Eintritt genommen wurden und dass wir nach dem Konzert einen Fischstand ausraubten: „Der Auftrittsort war eine leer geräumte Wohnung in der Harmstraße. Und an der Kasse an der Wohnungstür saßen tätowierte Alt-Punks in Muskelshirts. Einer von denen sah aus wie Zico.“ Da schrie Goldie wie aus der Pistole geschossen: „Razzia!“ Schlussendlich zauberte der Ex-Punk Rensing, der inzwischen bös gealtert war, einen alten, vergilbten Flyer hervor, der das besagte Konzert  ankündigte, und siehe da, der Name Beton Combo stand tatsächlich nicht auf dem Flugblatt, wie wir früher sagten. Stattdessen stand Razzia als Top-Act auf dem Flugblatt, sowie die Vorband Blut + Eisen und die Kieler Schüler-Punkband Scapegoats, bei der Rensing selbst spielte, zusammen mit Ralle und Gulp. Doch dieser Konzertabend fand nicht in der Harmstraße statt, sondern im gut zwei Kilometer entfernten Fleethörn 59, rechts vom Rathaus im Künstlerhaus Fleethörn. Auf dem Flyer ist ein kleiner Punk-Comic zu sehen,  bei dem sechs kleine gezeichnete Punk-Figuren wie bei einem Panoramabild nebeneinander stehen und typische Punk Gesten vollführen: Posen, Saufen, Rumprollen. Unter diesem Punk Comic stehen die drei Bandnamen in der folgenden Reihenfolge: Razzia Scapegoats Blut + Eisen Der Flyer sah sehr dilettantisch aus, so dass er, wenn überhaupt, nur „von Punks für Punks“ entworfen sein konnte. In einem Interview mit dem Punkzine Der Rammelnde Hase beteuerte der Sänger Reiher der Politpunk-Band Razzia später, dass das Konzert in Kiel unter denkbar schlechten Bedingungen stattfand mit schlechter Akustik, schlechter Bühne, schlechter Bühnenanlage und mieser Organisation: „Es war das Schlechteste, was ich je gesehen habe.“ Die Band musste sogar den eigenen Amp aus dem Kofferraum holen. Reiher bezeichnete die Veranstalter gegenüber dem Rammelnden Hasen als „besoffene Hohlköppe“. Die 40 D-Mark Gage für zwei Autos, die aus Münster anreisten, waren inakzeptabel. Die Band sollte sogar für verzehrtes Bier aufkommen, dass sie gar nicht getrunken hatte. Bei vielen Teenage Punks ging an diesem Abend die zerebrale Kontrolle verloren. Und nach wie vor bleibt eine Restunsicherheit wegen des Datums, das gar nicht in die Kieler Woche fiel und wegen der räumlichen Distanz zwischen der Harmstraße und dem Fleethörn. Denn dazwischen liegen bestimmt zwei Kilometer. Auf der anderen Seite spricht für das Konzert im Fleethörn, dass wir nach dem Konzert ja mit einer Gruppe Punks den Fischbrötchenstand erfolgreich angegriffen und ausraubten. Denn ich bin mir mittlerweile sicher, dass der Fischbrötchenstand sich auf dem Asmus-Bremer-Platz befunden haben muss mit dem Rücken zum KN-Gebäude und der großen, roten Dioden-Laufschrift auf einer schwarzen, elektronischen Werbebande kurz unterhalb des Dachgeschosses. Wahrscheinlich dachte ich deshalb, es Kieler Woche sei, weil auf dem Asmus-Bremer-Platz außerplanmäßig eine Fischbrötchenbude platziert war. Ich gehe davon aus, dass die Fischfrikadellen damals, anders als heute, noch mehr als 30 Prozent Fisch beinhalteten. Wenn nicht, war der Überfall auf die dicke Fischbrötchenverkäuferin umso berechtigter.





 


 














Montag, 28. Dezember 2020

PSEUDO 2



PSEUDO 2


Es wird jetzt doch eine Fortsetzung von Pseudo geben. Allerdings setzt die Handlung nicht bei Pseudo 1 an, sondern Pseudo 2 ist eher eine Ergänzung, bestehend aus freigelegten Erinnerungslücken. 




 


 

Dienstag, 10. November 2020


ATTENTION PLEASE: BIS ZUM ENDE DER CORONA-KRISE VERZICHTE ICH AUF DAS GELD FÜR PORTO UND VERPACKUNG. 1 EXEMPLAR PSEUDO KOSTET DAHER BIS AUF WEITERES 16,99€.

ATTENTION PLEASE: UNTIL THE END OF THE CORONA-CRISIS I WILL SELL THE COPIES OF MY PUNK NOVEL PSEUDO WITHOUT ANY DISTRIBUTION OR DELIVERY COSTS WITHIN THE EU. UNTIL THE END OF 2020 THERE ARE STILL THE OLD POSTAL PRICES FOR THE UK. 1 COPY OF PSEUDO THEREFORE WILL COST €16,99 UNTIL FURTHER NOTICE.





Donnerstag, 15. Oktober 2020

Neues Material

 

 

Neues Material aufgetaucht 

(new material discovered)

 

 

 

Randale in der Waschhalle

 

Die Waschhalle in der Brunswiker schloss abends um 22 Uhr. Je später der Abend, desto weniger Waschkunden und desto mehr Punks waren anwesend. Ich habe keine Erinnerung mehr daran, wer die Waschhalle gegen 22 Uhr abschloss oder ob es sogar einen Schließmechanismus mit Zeituhr gab. Die Kieler Wach- und Schließgesellschaft fuhr pünktlich Patrouille. Je besoffener wir waren und je größer die Punkmeute, desto mehr wurde randaliert. Ich fand später mehrere Holz- und Plastikschilder aus der Waschhalle in meinem Zimmer, die ich aus der Waschhalle entwendet und apportiert haben muss. Die Schilder enthielten Handlungsanweisungen zum Bedienen der Maschinen oder Unterlassungsaufrufe und Verbote. Es entsprach dem Zeitgeist, solche Schilder einfach abzubauen und sich in die eigene Wohnung zu hängen. Sie waren schlussendlich beliebte  Geburtstagsgeschenke und tolle Accessoires. Zurück zur Waschhalle.

Lehnte ein Punk mit dem Oberkörper an der Oberkante einer Waschmaschine bei geöffneter Trommeltür und mit den Händen vorne am Hosenlatz, wenn er dazu leichte Gleichgewichtsprobleme hatte, konntest du sicher sein, dass der Punk in die Wäschetrommel schiffte. Es wurde nicht nur in leere Wäschetrommeln gepullert. Sogar laufende Maschinen ließen sich öffnen. Und wenn ein Waschhallen-Gast seine Wäsche alleine ließ, um einen Spaziergang zu machen, konnte es in Ausnahmefällen passieren, dass ein sturzbetrunkener Punk in die mit Wäsche gefüllte Trommel pinkelte und diese per Knopfdruck wieder startete oder schlichtweg einfach offen ließ. Weiße Wäsche wirkte mitunter eigenartig gelb. Der Punk dachte, er könne sich auf diese Weise am Staat oder am Kapitalismus rächen, was natürlich ein krasser Irrtum war. Die Rechnung ging nicht auf. Als Höchstleistung galt, die runde Tür einer Waschmaschine abzutreten. Das schafften nur hartnäckige Punks, und es bestand die Gefahr, sich die Stiefel oder sogar den eigenen Fuß kaputtzutreten. Mit Turnschuhen wäre das nicht möglich gewesen. Beim Randalieren waren wir todernst und trotz des Alks hochkonzentriert, als sei das unser erlernter Broterwerb. Einige wirkten wie wildgewordene Stiere. In krassesten Momenten gab es Lachkrämpfe. Um das Ziel zu erreichen, ließen sich nicht befestigte Sitzbänke oder bereits losgetretene Bänke als Rammböcke verwenden, um Waschmaschinen zu zerstören. Es wurden immer wieder Pausen eingelegt, um sich dem Alkohol zu widmen. Das Verhalten war ferner abhängig von der Musik, die auf Barnes Kasi-Rekorder lief. Bei einigen Songs konntest du nicht anders als randalieren, da die Refrains Schlüsselwörter wie destroy, kick, attack, smash, war, kill, run oder burn enthielten. Die Schadensliste wurde ellenlang.

Kopfzerbrechen bereitete uns die massive Trockenschleuder. Der Deckel rastete erst ein, wenn eine Münze eingeworfen war. Da startete sofort die bollernde Rotation. Wenn der Deckel jedoch ohne Münzeinwurf runtergedrückt wurde, lief der Trockner zwar kurz an, der Deckel sprang jedoch automatisch mit einem Klacken wieder hoch. Wenn der Deckel jedoch gegen den Widerstand der Automatik von mehreren Punks permanent runtergedrückt wurde, knackte es unaufhörlich in kurzen Abständen mit einem metallischen Sound, und die massive Schleuder lief ohne Geld. Das war aber nicht gesund für die Mechanik. Einige rissen den Antriebsriemen raus oder zerschnitten Kabel. Irgendwann kokelte es als Folge der Zerstörung. Was soll’s?

Das Pinkeln in die Schleuder war bei den Punks verpönt, da die Öffnung der Schleuder nach oben ausgerichtet war und das Pinkeln in Bogenform einer Zielübung glich. Es war anstrengend. Jeder konnte dabei den Punkerpenis betrachten. Einige traten pinkelnden Punks in den Arsch um Sachen weiter zu Eskalation zu bringen. Maxi schaffte es, sich ganz normal im Stehen in die Trockenschleuder zu erleichtern. Er durfte dabei bloß nicht zu breitbeinig stehen. Gerne wurden Flaschen in den Trommeln entsorgt. Gefüllten, bereits gestarteten Maschinen wurden Flaschen als Waschbeigabe beigesteuert. Meistens gingen die Flaschen kaputt, was die Wäsche mit Scherben anreicherte. Trockner wurden entankert, Plexiglas zerschlagen und gesplisst, Steckdosen wurden von der Wand getreten. Die Aggressionen entluden sich teils explosionsartig. Zerstörungsrausch war angesagt, bis eine Art Befriedigung einsetzte. Doch die Geldschatullen in den Automaten waren vor uns sicher. Da war sogar ich überfordert. Dennoch fügten wir den Einwurfautomaten größtmöglichen Schaden zu mit Boots und scharfkantigen Gegenständen. Es gab auch Freaks, die ständig Werkzeug dabei hatten, um überall, wo sie sich aufhielten, Sachen zu sabotieren und zu manipulieren, ob im Bus, in der Spielhalle,  im Waschcenter oder wo auch immer.

Von draußen sahst du als Passant manchmal die Rückseiten der Nietenjacken mit Bandnamen Schulter an Schulter auf der Sitzbank vor der Scheibe hocken, einige im Kamikaze-Style nach vorne gebeugt. An extremen Tagen war der Fliesenboden übersät mit weißem Waschpulver, dass sich an einigen Stellen von Pisse und Bier gelb färbte. Auch Scherben und zerknüllte Dosen lagen herum. Das Waschcenter roch irgendwann nicht mehr einladend, besonders, wenn auch Kotze dabei war. Mit fremder Wäsche werfen war jedoch ein Tabu. Aus dieser Zeit stammte die Redewendung:

      „Ich schleuder’ mir gleich einen“.

 

 

Samstag, 18. Juli 2020



Hier die Buchvorstellung zur englischen Version meines Punkromans PSEUDO mit rund 150 Fotos, Skizzen, Poster, Flyer, etc.





Freitag, 5. Juni 2020

Excerpt, translation of PSEUDO into English, the last 3 chapters

Barne’s fall

I met Barne very rarely then. He had worn a mohawk that was not nearly as tall as that of Leo in former times or that of $abrina. Finally a new disco opened at Bergstrasse on the old premises of Pfefferminz. Maybe this was even the second, third or fourth follow-up disco after the Pfefferminz. The dance floor was no longer at the back, as in the old Pfefferminz, but further in front, where the first bar was located near the entrance. That's why it always seemed like rush hour on the dance floor. That was a bit annoying. I talked to Tall John there, who worked as a bartender at a pub called Sonderbar in Jägersberg Street. Gonnrad danced alone on the dance floor. Barne wore half-length dreadlocks and sat with three young punk girls on the ground at the edge of the dance floor. We all watched Gonnrad dance and found it weird how he moved because we had never seen him dance at a disco before. I suddenly had trouble with Tall John who didn't speak a word of German. He suddenly became very aggressive. When I wanted to piss off, he yelled at me,
      "Stay!"
I had another drink, watched Gonnrad and looked at the scenery. Anyway, this was one of the last times I saw Barne. I later met him again at a Roskilde festival. He had arrived without luggage and showed me his side cutter, that he pulled out of the inside pocket of his leather jacket, with which he cut his way through the fence of the festival grounds to avoid the horrendous entrance fee. The very last time I saw Barne was when he was sitting in front of the entrance to the Alte Meierei at a punk concert. He now had a bald head and, as usual, his round, metal-rimmed glasses. I can't remember exactly which bands were playing that night, but I guess it was the Culture Shock concert. Maybe I was wrong, it might have been a Leatherface concert. I am not sure. When he recognized me, he immediately shouted,
      "Moin Shelter!"
and laughed. I greeted him back, but I didn't feel a great need to talk to him, because we all knew that he was on heroin. To be honest, I was also a little irritated that he suddenly ran around with a skinhead haircut, although he used to backbite on skinheads like all other Kiel punks. I finally entered the Alte Meierei and listened to the concert. Barne stayed outside. I never saw him again afterwards. A short time later I learned that he had died from an overdose of heroin. Hecker was at his funeral and reported back. They played his favorite song. I think it was "Gentle Murder" by Mayhem. A sad story. We were all strongly affected and devastated. He was simply too popular in Kiel, almost legendary. In the following time, even more people passed away. For some it hurt more, for others it hurt less. Suddenly the despised Long Jock was found murdered in Kiel-Gaarden, and the Konz brothers soon followed into the realm of the dead. Although Mig managed to get his entrance qualification for the polytechnic university – he even started studying electrical engineering at a university of applied sciences – he later became so addicted to drugs that he died of his addiction. This was a heavy blow for all those who knew him better, but especially for his young brother, who himself fell down afterwards. Stidi couldn't get rid of alcohol and finally died in agony of cirrhosis of the liver. When I recently learned that our old punk idol Gonnrad had also died in a terrible way, I realized that a whole punk era had come to an end.
For many, unfortunately, the whole thing here was just a short appearance. Recently I counted all reported drug-related deaths in my family, circle of friends and acquaintances. Believe it or not, I counted 17 of them – exact figure unknown. And even then the conventional suicides of drug users from my environment are not considered at all. Evil, evil, evil. I knew the majority of the dead from the Buschblick Youth Club. Greetings to Christiane F.
  




The car attack

As far as I am concerned, I was regarded as left-wing scum by some people, while at the same time others regarded me as right-wing or formerly right-wing because of my skinhead times. As if that wasn't bad enough, I was also cursed by the rocker scene. The problem never seemed to disappear completely and flared up again and again, but in many cases I persuaded myself to think that. When I hoped that my mental wounds from punk and skinhead times had healed to some extent and the waves had been smoothed out, I was once again proved wrong.  
      One day I rode my bicycle along Fördestrasse. Coming from Kiel-Pries, the way led me to the neighbouring district of Schilksee in the north, where I wanted to visit friends. To get to Schilksee I had to cycle one kilometre through a rural area on Fördestrasse. Right beside the road was the bicycle path for both directions, and immediately beside the bicycle path a broad, deep ditch extended, which did not completely reach to the Seekamp exit. About 15 metres to the right of the ditch ran an old parallel road, which I should have taken instinctively despite its damaged condition. On this section of the Fördestrasse there were neither houses nor any other buildings.
When I cycled the route that day, there was not much traffic, because it was a weekend. I cycled a good distance – as usual, at a relatively good speed – but without exhausting myself. During the ride I was already thinking about topics I wanted to talk about with my friends. These included new releases on the record market, scandalous events among friends and problems with people from the right-wing scene.
It was dead quiet at first, when a car gradually approached from behind. I continued cycling normally, without suspecting anything, until I suddenly noticed changes in the engine noise of the approaching vehicle. The car accelerated and shifted gears rapidly in order to reach the highest possible speed. I turned around suspiciously, to see a car pulling out onto the cycle path and racing towards me. I had to be careful not to lose control of the bicycle, but I saw two sadistically laughing skinheads sitting in the front seats of the car, heading straight towards me. In an instinctive action I made a sharp turn to the right side, drove into the ditch and fell off the bike. I picked myself up again in a matter of seconds, jumped up immediately and climbed up the ditch's slope. I saw a total of four skinheads sitting in the car – one of them fat and fleshy. These jesters were apparently Karl Melitz and his fascist skins. The driver accelerated and the car moved away at high speed, so I could only recognize from the license plate that it was a Kiel registration. Was this a murder attempt or just a stupid joke? I was in shock, especially as I realized that the skinheads were obviously after me. I pulled my bike out of the ditch, checked that it was intact, and continued my journey, worried and with my clothes dirty from the fall. I rushed to Schilksee-Süd to turn right onto Graf-Luckner-Strasse at the pedestrian tunnel, in case the skins made a U-turn to come back. I was rather disturbed and permanently afraid that the car of fascists could appear again. I still had several minutes to cycle, and all sorts of delusions took place in my head: why they did that, whether they were drunk or whether they even wanted to run me over deliberately, because they recognized me from behind. I finally visited my friends and immediately told them about the car attack. They were almost more worried than I, because they recognized what a murderous incident had happened. It was more puzzling to think what the motives for this car attack could have been and whether it was a murder attempt. If I hadn't rescued myself in the ditch, they would have hit me with the car. It was obvious that they were the Schilksee and Strande skins. We didn't follow up the matter, because there would have only been more bad blood.
Several times, I saw the aforementioned little group of skinheads at different street celebrations at Strande and Schilksee. I thought I recognized the same sadistic laughter I saw through the back window of the car when they attacked me with their vehicle. The whole fascist clique seemed to know about it and were maliciously happy about the attack.





The dead hitchhiker

My old hitchhiking spot near the comprehensive school was not used much at all by hitchhikers. During the day you could spot single hitchhikers there from time to time, or you could spot a hitchhiker on weekends or in the evenings who wanted to get into the city centre or to Bergstrasse. It was always the same people who stood there and held out their thumbs – first and foremost, students. There were different rush hours, during which many cars raced along – mostly at times when the big companies had the evening off or the comprehensive school had their lunch break, or at the end of school. At Hohenleuchte junction, the vehicles, most of them coming from Pries-Friedrichsort, turned left into Fördestrasse, where my hitchhiking spot was located. Other peak times were during summer and particularly at weekends; when there was a run on nearby Falckenstein beach; and when the beach visitors arrived in the morning or at noon, or drove back into the city in the late afternoon. These cars were often already on the main road coming from Schilksee and drove straight on. For many drivers, the hitchhikers standing at the bus stop were a thorn in their side. These were usually local drivers who couldn't stand seeing hitchhikers like me standing there so often. They detested the lifestyle of the hitchhikers. Some were notorious hitchhiker haters.
I stood there regularly for years; maybe I was the person who held out their thumb the most. That bothered some in particular. They regularly symbolized this to me with grim facial expressions, curses and disparaging gestures, but I didn't let myself be intimidated and continued to hitchhike at that bus stop in the future, especially when there was no bus or when I had just missed one.
At that hitchhiking spot one afternoon, a notorious rocker attacked me with his heavy motorcycle. He came from the direction of Hohenleuchte Street, turned to the right onto Fördestrasse, and when he saw me he grumbled something as he nearly hit me and immediately folded his visor down at the end of his sharp turn into the bus bay, in which I stood, hitchhiking. I had to jump to the side of the pavement. The rocker was visible through the narrow slits of his visor. He was probably just trying to scare me.
On another day, a skinhead in a jeep that came from the direction of Pries drove directly towards me and accelerated, as if he wanted to lift me onto his radiator hood. I saw a skinhead sitting at the wheel and had to make a big jump to the side to prevent a collision with the jeep. The driver made a serious steering error in the stopping bay, that he ran the risk of losing control of the vehicle. When he had stabilized the jeep again, he returned to the right lane. The skinhead cursed during this action, as if he wanted to tell me,
      "Don't let me see you here again, or I'll run over you!"
At first I wasn't sure whether the driver of the wine-red jeep just wanted to scare me or actually knock me down on purpose. I even knew him by sight. He ran around as a skinhead for a relatively short time and played handball in the local sports club. That could have quickly gone wrong.
One day an article appeared in the local newspaper, Kieler Nachrichten, in which a kind of traffic accident was described. A taxi driver noticed, several metres behind the hitchhiking spot at which I stood so often, that he dragged along a heavy object under the car. When the driver finally stopped and checked it, he noticed the lifeless body of a man below his car. The newspaper article did not give more details about the incident. That was absurd enough. They neither wrote about the cause of death nor about the victim himself. When I read that article, it raised more questions in me than it gave answers. I suspected that something terrible had happened there. The newspaper article sounded harmless, as if something like that could just happen every day. At first glance, the text gave the impression that a person lay down on the street at night until he was caught by a taxi and dragged along. Of course, the suspicion arose in me that the dead person could have been a hitchhiker who had been hit by a car before, or even killed by that car on purpose, and finally lay lifeless on the street. The reader had to assume that in the next issue of the newspaper the case would be dealt with in more detail. But no follow-up article appeared on the incident. I remembered the driver of the wine-red jeep, who had almost mowed me down with his vehicle while I was hitchhiking a while ago, and also the brainless skinheads, which had driven their car onto the bicycle path.
Since the identity of the dead hitchhiker remained unmentioned and no characterizing body details were given, I also suspected that some people in my town and my circle of acquaintances mistook the dead person for me. Slowly but surely, I had to understand that my days in Kiel were numbered. Therefore, I thought it would be better to move to Berlin in order to have a happy and safe life there.